Kooperative Gesamtschule in Trägerschaft der Universitätsstadt Gießen Schule mit Schwerpunkt Musik
Kooperative Gesamtschule in Trägerschaft der Universitätsstadt GießenSchule mit Schwerpunkt Musik

1. Vorwort: Zur Bedeutung unseres Schulprogramms

Die Inhalte und vor allen Dingen die Arbeitsweisen haben sich in den letzten Jahren verändert. Wir als Lehrkräfte müssen daher unsere pädagogische Arbeit neu definieren und haben uns auf die veränderten Lernvoraussetzungen und Lebensvorstellungen der heutigen Schülerinnen und Schüler einzustellen. Wir nehmen die veränderten gesellschaftlichen Anforderungen als neue pädagogische Aufgabe und zu bewältigende Herausforderung an.
Die Friedrich-Ebert-Schule, d.h. die in ihr tätigen Lehrkräfte, Eltern und Schüler begreifen Schule als eine lernende Organisation und legen somit den Grundstein für ihre Weiterentwicklung.
Diese Weiterentwicklungsstrategie muss geprägt sein von einem Prozess der (notwendigen) Veränderung der Selbstorganisation und Selbstregulierung als ein Lernprozess, der den gesamten Schulbetrieb fördert und unterstützt.

1. Vorwort: Zur Bedeutung unseres Schulprogramms 

Durch das hier vorliegende Schulprogramm gestaltet die Friedrich-Ebert-Schule den Rahmen, in dem sie ihre pädagogische Verantwortung für die eigene Entwicklung und die Qualität ihrer pädagogischen Arbeit wahrnimmt. Sie legt darin auf der Grundlage der im Anhang dargelegten Bestandsaufnahme die Ziele ihrer Arbeit in Unterricht, Erziehung, Beratung und Betreuung fest. In diesem Schulprogramm werden auch Aussagen zum Beratungs- und Fortbildungsbedarf, zur Organisationsentwicklung und zur Personalentwicklung gemacht. Ebenso kommen Schwerpunktsetzungen unserer inhaltlichen Unterrichtsarbeit zum Ausdruck. Hierbei nutzen wir die unterrichtsorganisatorischen und inhaltlichen Gestaltungsspielräume zur Entwicklung unseres eigenen pädagogischen Schulprofils unter Berücksichtigung bzw. Einbeziehung unseres Schulumfeldes. Das Schulprogramm ist für uns im Sinne der gesetzlichen Vorgaben ein mittelfristiges Arbeitsprogramm, das regelmäßig überprüft und durch neue Entwicklungen oder Erfahrungen immer wieder verändert und fortgeschrieben wird. Es soll für uns ein Instrument zur Qualitätsverbesserung sein bzw. werden, weil wir uns als Kollegium über die Qualität der geleisteten Arbeit verständigen.

Die Inhalte und vor allen Dingen die Arbeitsweisen haben sich in den letzten Jahren verändert. Wir als Lehrkräfte müssen daher unsere pädagogische Arbeit neu definieren und haben uns auf die veränderten Lernvoraussetzungen und Lebensvorstellungen der heutigen Schülerinnen und Schüler einzustellen. Wir nehmen die veränderten gesellschaftlichen Anforderungen als neue pädagogische Aufgabe und zu bewältigende Herausforderung an.
Die Friedrich-Ebert-Schule, d.h. die in ihr tätigen Lehrkräfte, Eltern und Schüler begreifen Schule als eine lernende Organisation und legen somit den Grundstein für ihre Weiterentwicklung.
Diese Weiterentwicklungsstrategie muss geprägt sein von einem Prozess der (notwendigen) Veränderung der Selbstorganisation und Selbstregulierung als ein Lernprozess, der den gesamten Schulbetrieb fördert und unterstützt.


2. Die Friedrich-Ebert-Schule als kooperative Gesamtschule

In der Friedrich-Ebert-Schule sind die Hauptschule, die Realschule und das Gymnasium pädagogisch und organisatorisch in Form von Schulzweigen in einer Schule verbunden. Seit Beginn des Schuljahres 2001/2002 haben wir in der Jahrgangsstufe 5 neben der Förderstufe auch eine 5. Gymnasialklasse eingerichtet. Durch diese Verflechtung werden gleiche Bildungschancen für jeden und die Förderung der individuellen Fähigkeiten des Einzelnen ermöglicht.
Seit über 20 Jahren werden jahrgangsübergreifend ab dem 5. Schuljahr Kinder und Jugendliche im Musikunterricht, im erweiterten Musikunterricht und außerhalb des Regelunterrichts im chorischen Singen und seit einigen Jahren in Kooperation mit der Musikschule des Vokalkreises der Friedrich-Ebert-Schule im individuellen Instrumentalunterricht ausgebildet. Regelmäßige Proben, behutsamer Umgang mit den Stimmen und regelmäßige Stimmbildungskurse gehören ebenso zum schuleigenen Konzept wie Chorfreizeiten und Choraustausch aller musikalischen Gruppen mit anderen Chören im In- und Ausland.


3. Unser Leitbild

  1. Wir verstehen uns als wohnortnahe, schulformbezogene Gesamtschule mit Förderstufe und gymnasialen Eingangsklassen, in der Qualität von Unterricht, die Ausrichtung an Bewährtem und Zukunftsorientierung Priorität haben. 
  2. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, Schülerinnen und Schüler zur eigenverantwortlichen Lebensgestaltung zu erziehen und auf das Leben in der demokratischen Gesellschaft vorzubereiten. 
  3. Wir betrachten die optimale Förderung aller Schülerinnen und Schüler als unsere Hauptaufgabe und setzen uns für leistungsbejahende Schülerinnen und Schüler ein bzw. führen sie an eine entsprechende Haltung heran um sie auf die sich ständig ändernde Arbeits- und Berufswelt und die weiterqualifizierenden Bildungsgänge vorzubereiten. 
  4. Wir treten ein für eine lebendige und schülerfreundliche Schule und setzen dabei auf das Engagement, das Pflichtbewusstsein und die Zuverlässigkeit aller Mitglieder der Schulgemeinde. 
  5. Wir bauen unser Unterrichtsangebot und das Angebot für die pädagogische Mittagsbetreuung konsequent weiter aus. 
  6. Wir erweitern auch unsere Angebote auf dem musischen Sektor und im Bereich der Hinführung zur Arbeitswelt. Gleiches gilt für die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Schulen. 
  7. Wir betrachten es als unsere Aufgabe, Aktivitäten in unserem Umfeld mit zu gestalten und außerschulische Ressourcen erfolgreich für unsere Schule zu nutzen.
  8. Wir schaffen eine Atmosphäre der Aufrichtigkeit, Offenheit und des Vertrauens, in der sich Kreativität, Eigeninitiative, Eigenverantwortung, Selbständigkeit, Innovation, Kooperation und Teamfähigkeit weiterentwickeln können. 
  9. Wir überprüfen unsere Arbeit regelmäßig um auf Veränderungen angemessen reagieren zu können und Qualitätssicherung zu gewährleisten.


4. Zielsetzungen 

Die hier formulierten pädagogischen, fachlichen, überfachlichen u.a. Zielsetzungen sind vorrangige Inhalte unseres mittelfristigen Arbeitsprogramms. Es sind konkrete Aufgaben, Aufträge, die wir in den nächsten zwei bis drei Jahren umsetzen möchten. Die bereits gebildeten bzw. noch zu bildenden Arbeitsgruppen, die sich mit den konkreten Maßnahmen und Umsetzungsstrategien beschäftigen, sind im Anhang genannt und dokumentieren dort ihre Arbeitsergebnisse. Sie informieren dort auch über durchgeführte Evaluationsverfahren. Auf der Grundlage dieser Erarbeitungen wird das Schulprogramm fortgeschrieben.

 

4.1. Die Schülerinnen und Schüler sollen noch deutlicher im Mittelpunkt unseres pädagogischen Auftrags stehen,

  • weil wir sie befähigen wollen, selbständig und eigenverantwortlich zu lernen und zu handeln 
  • weil wir auf diesem Wege ihr Selbstvertrauen, ihre Kommunikationsfähigkeit und ihre Persönlichkeitsentwicklung fördern wollen 
  • weil wir sie befähigen wollen, ein Bewusstsein für die Folgen ihres Handelns zu entwickeln, Rücksicht zu nehmen, aufeinander einzugehen, einander zu helfen 
  • weil wir sie darauf vorbereiten wollen, in einer Gruppe zusammenzuarbeiten, um den Anforderungen im sozialen und beruflichen Umfeld gerecht zu werden 
  • weil wir sicher stellen wollen, dass unsere Schülerinnen und Schüler am Ende ihrer Schulzeit ein breites Fundament an Wissen, Arbeitstechniken, Fähigkeiten und Fertigkeiten erarbeitet haben

 

4.2. Unsere pädagogische Arbeit soll durch Förderkonzepte, Netzwerke und die Mittagsbetreuung weiter ausgebaut werden,

  • weil wir unterschiedliche Leistungsvoraussetzungen und Sozialerfahrungen der Schülerinnen und Schüler kompensieren möchten 
  • weil wir noch intensiver beraten, Nähe und Akzeptanz vermitteln wollen 
  • weil wir kompetente Ansprechpartner sein und ein "offenes Ohr" für Probleme haben wollen 
  • weil wir sowohl die Leistungsstarken als auch die Leistungsschwächeren im Hinblick auf Chancengleichheit fördern wollen 
  • weil wir unsere Schule als erweiterten Lebensraum für Schülerinnen und Schüler bereithalten und gestalten wollen

 

4.3. Die Lehrkräfte der FES wollen durch entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen ihre Kompetenzen erweitern,

  • weil die Ansprüche und Anforderungen außerhalb von Schule ständig weiterentwickelte Qualifikationen von Schülerinnen und Schülern verlangen
  • um auf diese Anforderungen mit mehr persönlicher Kompetenz, ausgeprägter Sozialkompetenz und aktueller Fachkompetenz, die auch Methoden- und Medienkompetenz beinhaltet, reagieren zu können 
  • weil sie den Schülerinnen und Schülern einen zeitgemäßen, sich weiterentwickelnden Unterricht anbieten wollen 
  • weil sie mehr Vielfalt an Lehr- und Lernmethoden situationsangemessen in ihren Unterricht einbringen wollen

 

4.4. Als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen wir Kommunikation, Kooperation, Teamarbeit und Verantwortungsbereitschaft intensivieren,

  • weil wir dadurch höhere Arbeitszufriedenheit erreichen, Motivation, Kreativität und Innovationsbereitschaft fördern können 
  • damit wir flexiblere Konfliktlösungsstrategien entwickeln können

 

4.5. Die innere Organisation soll weiter optimiert werden,

  • damit innerschulische Abläufe transparenter werden 
  • damit die Zeit für die Unterrichtsarbeit wenig beeinträchtigt wird 
  • damit noch mehr Freiräume für die pädagogische Arbeit geschaffen werden können

 

4.6. Die Zusammenarbeit mit den Eltern soll verstärkt werden,

  • um den Erziehungsauftrag durch gegenseitige Unterstützung gemeinsam realisieren zu können 
  • um sich besser über Konfliktlösungsstrategien verständigen zu können 
  • um gemeinsame Planungen und Arbeiten durchführen zu können 
  • um die Identifikation mit der Schule zu fördern

 

4.7. Die FES soll als Lernort und Lebensraum weiterentwickelt werden,

  • damit eine zukunftsorientierte Gestaltung der Schule ermöglicht wird
  • weil die Atmosphäre einer Schule den Gesamtausdruck des pädagogischen Handelns aller Beteiligten widerspiegelt

 

4.8. Die Ausstattung der FES soll weiter modernisiert werden,

  • weil erfolgreiches Lernen und Arbeiten durch eine harmonische Umgebung unterstützt werden kann (Hierbei bedeutet harmonisch, dass z.B. Räume, in denen sich Schüler aufhalten, schülernah, altersgerecht und gleichzeitig funktional und ansprechend gestaltet sein sollen.) 
  • weil die Atmosphäre des Neuen sich positiv auf das Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler sowohl im Unterricht als auch in den Pausen auswirkt 
  • weil die weitere Ausgestaltung der Friedrich-Ebert-Schule langfristig eine positive Auswirkung auf die gesamte Schulgemeinde und das Umfeld haben wird. 
  • weil damit auch die Verantwortlichkeit gegenüber dem Erhalt des Geschaffenen gefördert wird

 

4.9. Die FES soll sich weiter gegenüber ihrem Umfeld öffnen,

  • weil sie dadurch unterrichtlich vielfältig in ihr Umfeld eingebunden werden kann. (Dieses Umfeld kann begriffen werden als der die Schule umgebende Stadtteil, aber es kann in der heutigen Zeit der schnellen Kommunikation auch weit darüber hinaus reichen.) 
  • weil sich die Schule als Lern- und Erfahrungsraum dadurch nicht von der sie umgebenden Realität isoliert 
  • weil sie nur durch eine qualitative Öffentlichkeitsarbeit mehr Anerkennung erreichen kann 
  • weil die gemeinsame Planung und Arbeit an der Erneuerung und Weiterentwicklung unserer Schule das Identifikationsgefühl stärken soll


5. Qualitätssicherung und Weiterentwicklung (Evaluation)

Eine einzurichtende Evaluationsgruppe hat deshalb die Aufgabe, in Zusammenarbeit mit den verschiedensten Gremien einer Schule, eine Liste von Problemfeldern, offenen Fragen oder notwendigen Veränderungsaspekten zu erarbeiten, eine Rangordnung festzulegen und einen realisierbaren Zeitplan aufzustellen (Entscheidungen sollten nach "Leidensdruck", Dringlichkeit, schneller Umsetzbarkeit oder anderen Kriterien getroffen werden).

Qualität von schulischer Arbeit ist messbar

 

a.
an der Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrags in fachlicher und überfachlicher Hinsicht

b.
an der Identifizierung aller Beteiligten mit der Schule

c.
am Selbstverständnis der Schule: Sind wir eine lernende Organisation, vermeiden und beseitigen wir Störfaktoren, die uns in unserer Weiterentwicklung hemmen?

d.
an der Effizienz schulischer Arbeit. Stehen Aufwand und Ertrag in einem gesunden Verhältnis zueinander?

Evaluation bedeutet Bestandsaufnahme, Analyse und kritische Einschätzung der eigenen Praxis. Sie überprüft, ob die gesetzten Ziele erreicht wurden, dient der Verbesserung der Praxis und der Weiterentwicklung von Schule.

Evaluationsmethoden

sind als Mittel zu verstehen, mit denen man sich einen Sachverhalt aneignet, ihn genauer und bewusster durchdringt. Mit ihnen kann man Realität besser erfassen.

Kategorien von einsetzbaren Evaluationsmethoden

  • Die Beobachtung (direkte Beziehung zum Praxisfeld/Praxisgegenstand) 
  • Die Befragung (oft subjektive Interpretation) 
  • Die Dokumentenanalyse (alle materiellen Zeugnisse, die sich als differenzierte Beschreibung von Realität bzw. Erklärung von Verhaltensweisen eignen) 
  • Das Experiment (Praxisexperimente, Erprobung innovativer Handlungsstrategien)

Jede sich bildende Arbeitsgruppe hat sich mit Fragen der hier dargestellten Evaluationsaspekte auseinanderzusetzen und geeignete Evaluationsmethoden zu erarbeiten.

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